Die Personen: Die Opfer waren fünf Geschwister im Alter von 1 bis 8 Jahren: Jamil (8), Mohamed (6), Omar (5), Maryam (3) und Adam (1). Sie wurden als unschuldige, fröhliche Kinder beschrieben, die in einer engen Familie aufwuchsen. Der Fund ihrer Leichen im September 2020 markierte einen der grausamsten Kindermorde in der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Die Familie: Die Kinder lebten mit ihrer Mutter Christiane K. (damals 27) und dem überlebenden 10-jährigen Bruder in Solingen-Hasseldelle. Der Vater war aus dem Leben der Familie verschwunden; Christiane war alleinerziehend und litt unter Armut und psychischen Belastungen. Nach der Tat wurde der überlebende Sohn in Pflegefamilien untergebracht. Die Großfamilie war schockiert und forderte schnelle Justiz.
Der Tathergang: In der Nacht zum 14. September 2020 tötete die Mutter ihre fünf Kinder mit einer Axt in der Wohnung. Die Leichen wurden am Nachmittag entdeckt, als der überlebende Sohn die Polizei rief. Die Tat geschah in heimtückischer Weise; die Kinder wurden im Schlaf überrascht. Christiane K. verletzte sich selbst und wurde festgenommen.
Was über den Täter bekannt ist: Christiane K., eine 28-jährige Deutsche, handelte aus „Wut, Verzweiflung, Demütigung und Rache“ gegenüber ihrem Ex-Partner. Sie hatte psychische Probleme, darunter Depressionen, und war in Therapien. Vorstrafen gab es keine schweren, aber sie war sozial isoliert. Im Prozess schwieg sie weitgehend; ihr Anwalt argumentierte mit verminderter Schuldfähigkeit.
Die Konsequenzen: Das Landgericht Wuppertal verurteilte sie am 4. November 2021 zu lebenslanger Haft wegen Fünffachmordes, mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Das Urteil ist rechtskräftig. Der Fall führte zu Debatten über Kinderschutz, häusliche Gewalt und psychische Gesundheit; Organisationen wie der Kinderschutzbund forderten bessere Früherkennung. Die Gesellschaft projizierte Ängste auf die „Medea aus Solingen“, was zu medialer Überhitzung führte. Der überlebende Sohn erhielt psychologische Unterstützung.