Tathergang und Opfer
Am 25. Januar 2023 gegen 14:55 Uhr kam es in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg, kurz vor der Ankunft im Bahnhof Brokstedt in Schleswig-Holstein, zu einer tödlichen Messerattacke.
Der 33-jährige Tatverdächtige Ibrahim A., ein aus dem Gazastreifen stammender staatenloser Palästinenser, attackierte mehrere Fahrgäste mit einem Küchenmesser.
Die Tat forderte zwei Todesopfer:
- Die 17-jährige Ann-Marie Kyrath
- Ihr 19-jähriger Freund Danny P.
Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Die Opfer: Wer waren Ann-Marie und Danny?
†Ann-Marie Kyrath (17)
Ann-Marie stammte aus Kummerfeld (Kreis Pinneberg) und war ein herzlicher, hilfsbereiter und naturverbundener Mensch. Sie befand sich mit Danny auf dem Heimweg. Familie und Freunde beschrieben sie als reif für ihr Alter, liebevoll und lebensfroh.
†Danny P. (19)
Danny galt als sportlich, zuverlässig und freundlich. Gemeinsam mit Ann-Marie wollte er seine Zukunft gestalten. Beide galten als unzertrennlich und hatten viele gemeinsame Pläne.
Tatablauf
Der Täter stach unvermittelt auf mehrere Fahrgäste ein. Ann-Marie und Danny wurden tödlich verletzt. Fahrgäste riefen die Polizei, der Zug wurde gestoppt. Am Bahnsteig von Brokstedt konnte der Täter festgenommen werden.
Der Täter: Ibrahim A.
- 33 Jahre alt
- Staatenlos, Herkunft: Gaza
- Seit 2014 in Deutschland, mehrfach vorbestraft (u. a. Körperverletzung, Sexualdelikte)
- Bis kurz vor der Tat in U-Haft – freigelassen wegen fehlender Haftgründe
- Psychisch auffällig, keine Hinweise auf islamistischen Hintergrund
Angehörige gehen an die Öffentlichkeit
Der Vater von Ann-Marie, Rainer Kyrath, trat im ZDF-Interview mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz auf („Was nun, Herr Scholz?“) und kritisierte scharf:
„Warum wurde dieser Mann nicht abgeschoben?“
Er sprach von einem politischen und behördlichen Versagen und wurde zur Stimme vieler Angehöriger ähnlicher Fälle.
Juristische und politische Folgen
- Haftbefehl gegen Ibrahim A. wegen Mordes und versuchten Mordes
- Öffentliche Debatte über Asylverfahren, Justizversagen und Sicherheitslücken
- Politische Forderungen nach besseren Kontrollmechanismen für psychisch auffällige Täter
Reaktionen
Die Gemeinde Brokstedt trauerte. Es gab Gedenkveranstaltungen, Mahnwachen und Blumen am Bahnhof. Psychologische Hilfe wurde bereitgestellt.
Erinnerung und Mahnung
Ann-Marie und Danny waren keine Zufallsopfer. Sie waren junge Menschen mit Plänen, Träumen und Liebe im Herzen. Ihr gewaltsamer Tod steht für ein tiefes gesellschaftliches Versagen – und für die Verantwortung, aus Fehlern zu lernen.
„Aufgeben ist keine Option!“ – Das sagte Ann-Marie Kyrath immer. Mit nur 17 Jahren wurde sie in Brokstedt ermordet. Ihr Vater, Michael Kyrath, war bei unserer Veranstaltung „Sagt ihre Namen“ im NRW-Landtag. Oft ist von den Tätern die Rede. Wir wollten über die Opfer sprechen. Mit ihren Hinterbliebenen, die erleiden, was sich die meisten von uns nicht einmal vorstellen können. An diesem Abend am 4. April flossen im Landtag viele tränen. Weinen Sie mit uns. Wir werden Ann-Marie nie vergessen – und auch nicht die vielen Menschen, die wie sie getötet wurden.