Pädophilie und Cybergrooming trifft bereits die kleinsten Kinder im Internet

Die Regisseurin Barbora Chalupová und ihr Kollege Vít Klusák zeigen im Experiment: Sie suchen drei Schauspielerinnen, die volljährig sind, aber aussehen wie zwölf. Für die drei „Mädchen“ richten sie dann Kinderzimmer mit Puppenhaus und Kaninchen ein und legen für sie Fake-Profile auf Plattformen wie Facebook und Snapchat an – mit unsicheren Datenschutzeinstellungen. Jeder kann die drei jetzt anchatten.

Binnen Minuten kommen die ersten Einladungen, und Männer jeden Alters fragen die Mädchen nach Sex

Die antworten ausweichend und sie sagen den Männern deutlich, dass sie zwölf Jahre alt sind. Trotzdem wollen die Männer mit ihnen per Video telefonieren. Sie masturbieren vor ihnen und drängen die Mädchen, Nacktfotos hochzuladen. Dafür versprechen sie ihnen Geld oder sie drohen ihnen. Einige wollen ein persönliches Treffen verabreden. Der Anwalt, der gemeinsam mit einer Sexologin das Filmteam beraten hat, sagt an einer Stelle im Film, dass er fast in jedem Chat Straftaten sieht: von Nötigung über seelischen Missbrauch bis zu Erpressung.
Gefangen im Netz stellt das Ausmaß von Cybergrooming durchaus realistisch dar. Cyberkriminologen schätzen, dass die Zahl der in Deutschland betroffenen Kinder im Millionenbereich liegt. Die Täter (etwa fünf Prozent sind Frauen) riskieren kaum, verurteilt zu werden. Sie verhalten sich online wie in einem gefühlt straffreien Raum.

Angezeigt wurden laut Polizeistatistik vergangenes Jahr rund 2.700 Fälle.

Das liegt unter anderem daran, dass Kinder selbst die Übergriffe habitualisieren – sie sind sie tatsächlich gewöhnt. Viele bewerten laut Polizei-Lagebild sexuelle Annäherungen als selbstverständlichen Teil der Kommunikation im Internet. Manche sind auch neugierig darauf. Im Film sagt die Sexologin, dass manche Mädchen nicht allein sein wollen und online jemanden suchen, dem sie von sich erzählen können. Sexangebote von Fremden betrachten sie als „creepy“, aber „normale“ Sache im Netz – vorausgesetzt, sie verstehen sie überhaupt.

Quelle: Zeit, https://www.zeit.de/kultur/film/2021-06/gefangen-im-netz-dokumentarfilm-sexuelle-gewalt-kinder-cybergrooming/

„Es gibt im Internet Gruppen mit tausenden Pädophilen. Die Chatteilnehmer werden bestärkt, wie sie Kindesmissbrauch idealerweise beim 1. Mal gestalten können. – Da blieb mir die Spucke weg!“

Ermittler, Polizei

Gefangen im Netz – Aufklärungsdoku für Schulklassen sorgt für Prävention

Wir empfehlen die Kinder frühzeitig aufzuklären, denn viele Kinder sind sich noch nicht darüber bewusst, dass sie missbraucht werden.

In Deutschland werden pro Tag 9 Kinder Opfer sexueller Gewalt im Internet. In jeder Schulklasse sitzen aktuell 1-2 betroffene Kinder! Es ist höchste Zeit, präventiv tätig zu werden, über die Gefahren zu sprechen und unsere Kinder aufzuklären. Wir müssen handeln! Und zwar jetzt!

Es reicht nur ein Klick: Jugendliche sind in den digitalen Medien täglich der massiven Bedrohung durch Cybergrooming ausgesetzt. Erwachsene Männer und Frauen nutzen dabei die Naivität, die Unwissenheit oder Unerfahrenheit von jungen Menschen im Netz schamlos aus.

GEFANGEN IM NETZ dokumentiert in eindringlichen Bildern, was nahezu überall auf der Welt passiert. Die meisten der Täter:innen fragen nach Sex am Bildschirm und schicken explizite Fotos oder Links zu Pornoseiten. Einige versuchen, die Mädchen zu erpressen. Im Dokumentarfilm werden die Kriminellen mit ihren eigenen Waffen verfolgt – so werden aus den Jägern Gejagte. Ein Film, der aufrüttelt!

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https://gefangenimnetz.de/

Helfen Sie mit Prävention, bevor die Kinder zu opfern werden.

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