Melanie Schneider und Vinicius Bley Rodrigues heißen sie. Die liebe Inge hat dieses wundervolle Andenken an die Kleine erarbeitet und möchte es gern an die Eltern verschenken. Leider hat sie nicht nicht die Adresse von den Beiden und bittet uns den Kontakt herzustellen.

Falls Jemand die Eltern des Sternenkinds Ida kennt, bitte fragt sie ob wir die Adresse an Inge weitergeben dürfen.

So ein schönes Andenken darf doch nicht umsonst sein. 

ida sternenkind

Über Ida:

"Sie hatten über den Tod geredet. Viel und oft. Wie es sein würde. Sie wussten, dass der Moment kommen wird. Sehr bald sogar. Doch als Ida eines Abends reglos auf der Brust ihres Vaters liegt, nicht mehr atmet, der Vater mit dem Stethoskop kein puckerndes Herz mehr hören kann, als die Krankenschwester und danach der Arzt den Tod bestätigen, da sind sie trotzdem fassungslos.

Es ist der 23. Juni, ein Sonnabend. Schon in den Mittagsstunden sagen die Schwestern im Kinderhospiz Löwenherz in Syke zu den Eltern: „Sie hat sich auf den Weg gemacht“. Stunde um Stunde bleiben Melanie Schneider, 31, und Vinicius Bley Rodrigues, 28, bei ihrer Tochter. Am Abend, die deutsche Fußball-Nationalelf kickt sich gerade gegen Schweden um Kopf und Kragen, hört Idas Kampf auf. Sie ist ruhig, als sie die Welt verlässt.

Ida wurde dreieinhalb Monate alt

Ida hatte Trisomie 13. Bei der seltenen Krankheit liegt das 13. Chromosom nicht doppelt, sondern dreifach vor (hier den ersten Artikel über Ida lesen). Die Folge sind schwere Organschäden, etwa am Herzen. Die meisten Babys sterben in den ersten Wochen oder Monaten ihres Lebens. Ida wurde dreieinhalb Monate alt. Sie konnte nicht schlucken, musste über eine Magensonde ernährt werden. Immer wieder hörte sie auf zu atmen, war dem Tod schon nah. Zuletzt kamen epileptische Anfälle dazu.

Noch einen Tag vor Idas Tod spürten die Eltern pures Glück. In der Schwimmhalle des Hospizes planschte das Paar bei warmem, buntem Licht und sanfter Musik mit seiner todkranken Tochter im Wasser. „An diesem Tag hat sie so gelächelt wie fast nie“, erzählt Melanie. Sie hat ein Video davon gemacht. Das sieht sie sich gerne an. Dass Ida im Hospiz aufhörte zu kämpfen, hält Melanie für keinen Zufall. „Ich denke, Ida hat gespürt, dass wir dort gut aufgehoben sind und entschieden, dass dies der richtige Ort ist zum Gehen“, sagt Melanie.

Das Abschiednehmen fällt den jungen Eltern aus Bremen-Findorff aber noch schwer. „In der ersten Woche habe ich es nicht realisiert“, sagt Melanie. Erst jetzt, nach der Einäscherung, sickere langsam durch, was passiert ist. Geholfen haben den beiden die Tage im Hospiz Löwenherz, die sie nach dem Tod dort verbringen konnten. Angehörige und Freunde besuchten sie, die wohlige Umgebung und andere Gäste halfen bei der Bewältigung der Trauer. Auch ihre Bestatterin unterstütze sie.
Die quälende Stille

Idas Tod, sagen die Eltern, löst in ihnen ein Gefühl der Leere aus. Ein Gefühl, das sagt: Da fehlt doch was! Als Ida noch lebte, wünschten sich die Eltern manchmal etwas Ruhe, etwas weniger Stress. Jetzt quält sie die Stille. Sie vermissen Idas Atemgeräusche, ihr Röcheln und Quieken. „Ich denke manchmal: Soll ich Milch machen?“, sagt Vinicius. Dann realisiert er, dass das nicht mehr nötig ist.

„Wir waren vorbereitet auf Idas Tod. Aber nicht auf den Schmerz“, sagt Melanie. „Man kann dieses Gefühl erst spüren, wenn es dann passiert“, sagt Vinicius. Die Trauer macht sich bei ihm auch körperlich bemerkbar. „Manchmal esse ich einfach nichts – den ganzen Tag“, sagt er. Manchmal hat er auch Bauchschmerzen. Er hält das für psychisch: „Ida hatte immer Bauchschmerzen.“ Nachts kann er nicht schlafen. Er wälzt sich dann herum und blickt auf Idas Bett, das noch in ihrem Schlafzimmer steht. Es wegzuräumen finden sie noch zu früh."

Auszug:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-sie-ist-gegangen-_arid,1746760.html

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Anzeigen

Diese Seite ist komplett kostenlos, daher sehen Sie hier eine Anzeige
Möchten Sie uns unterstützen können Sie gern mit Sachspenden helfen.